Donauparkhalle LuftaufnahmeFakten

Baubeginn 1963
Eröffnung 1964
Abriss 1991
Kapazität ca. 3300 Personen
Verein(e) WAT Stadlau, Wiener EV
Veranstaltungen Eishockey, Eiskunstlauf

Die Donauparkhalle in Wien-Donaustadt wurde 1964 auf einer ehemaligen Mülldeponie im Donaupark in Kaisermühlen anlässlich der Wiener Internationale Gartenschau (WIG) erbaut und zwei Jahre später zu einer Eishalle umgebaut. Ab der Saison 1966/67 wurden die ersten Heimspiele des Wiener EVs in der neuen Halle ausgetragen. Später war sie für die beiden Wiener Eishockeyvereine WAT Stadlau und WEV die Heimstätte. Die Halle war für ihre Akustik beliebt, jedoch erschwerten die Betonpfeiler das Zuschauen. Die Halle wurde nach der Saison 1990/91 abgerissen, da ein Teil des Grundstückes für die EXPO 1995 verplant war, welche nachträglich nicht stattgefunden hat.

1967 wurde ein einziges Mal das Wiener Stadthallenturnier nicht in dieser ausgetragen, sondern in der Donauparkhalle. Auch die Eisstockweltmeisterschaften fanden in der Halle statt und 1976 die Sportkegeln-Weltmeisterschaft. Die Eishockey-Weltmeisterschaft 1967 und 1987 und Weltmeisterschaften im Eiskunstlauf fanden hier ebenfalls statt.

Quelle: wien.gv.at

 

Eishockey-Weltmeisterschaft 1967 in Wien

Donauparkhalle Eishockey WMSonderpostmarke

Von 18. bis 29. März 1967 fand die Eishockeyweltmeisterschaft zum ersten Mal in Wien statt. Die Austragung der Welt- und Europameisterschaften in Wien hat in der ganzen Welt ein erfreuliches Echo gefunden. 23 Nationen haben ihre Mannschaften für die Wiener Titelkämpfe gemeldet. Durch diese Rekordbeteiligung war die Wiener Weltmeisterschaft 1967 die größte, die es je gegeben hat. Zum ersten Mal haben drei komplette Spielgruppen ihre Kräfte gemessen, wobei keine der "Eishockeygroßmächte" fehlte. Die Spiele wurden in der Wiener Stadthalle und in der neu geschaffenen Eishalle im Donaupark ausgetragen. Die Wiener Stadthalle hat bei Eishockey spielen einen maximalen Fassungsraum von 13.000 Personen. In der neuen Eishalle im Donaupark fanden 4000 Zuschauer Platz. Der Bau dieser zweiten Eishalle war eine der Voraussetzungen für die Veranstaltung der Eishockeywelt- und Europameisterschaften in Wien. Die Kosten des Umbaus der für die Wiener Internationale Gartenbauausstellung (WIG) geschaffenen großen Ausstellunghalle in eine Eishalle beliefen sich auf 27 Millionen Schilling. Zu dem Umbau, den die Gemeinde Wien finanzierte, leistete der Bund einen Zuschuss. Für das Training der Nationalmannschaften stand in der Wiener Stadthalle mit der Halle C ein zweites Spielfeld zur Verfügung. Das Markenbild zeigt einen Tormann in Aktion.

XI. Sportkegelweltmeisterschaft

Donauparkhalle Kegel WMSonderpostmarke

Kegeln soll bereits bei den Ägyptern vor 7000 Jahren ein beliebter Sport gewesen sein. Urkundlich wurde diese Sportart erstmals im Jahre 1157 in einer Rothenburger Chronik erwähnt. Nach dem Wortlaut dieser Chronik stand das Kegelspiel seinerzeit schon in voller Blüte und wurde nach bestimmten Regeln ausgeübt. Eine weitere urkundliche Erwähnung findet man in einer Verfügung Ludwig IX., des Heiligen, aus dem Jahr 1254. Aus dieser Urkunde geht hervor, dass das Kegeln um diese Zeit das am weitesten verbreitete Spiel in Frankreich war. Beim heutigen Sportkegeln müssen 100 bis 200 Kugeln hintereinander ohne Unterbrechung geworfen werden. 1935 wurde in Wien der Österreichische Keglerbund mit 120 Klubs gegründet. Ein Jahr später wurde er von der damaligen Österreichischen Turn- und Sportfront als ordentliches Mitglied aufgenommen und gleichzeitig als Sportfachsparte anerkannt. Österreich nahm unter zehn Nationen in Berlin vor den Olympischen Spielen am Weltkegelturnier teil. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Internationale Vertretung des Kegelsportes, der Weltkegelverband, als "Federation Internationales des Quilleurs" (FIQ) in Hamburg 1952 gegründet. Die I. Weltmeisterschaft für Damen und Herren fand 1953 in Belgrad statt. Die österreichische Damenmannschaft wurde dabei Weltmeister. Im Jahre 1976 wurde die XI. Weltmeisterschaft im Sportkegeln in der Donauparkhalle in Wien ausgetragen. Zwölf Nationen mit mehr als 250 Aktiven haben daran teilgenommen.

 

WEV

1966 siedelte die WEV-Eishockeysektion von der traditionsreichen Freilufteisarena am Wiener Heumarkt in die Donauparkhalle über. Diese Halle in Donaustadt wurde ursprünglich als Blumenhalle für die Wiener Internationale Gartenschau (WIG) 1964 errichtet. Unter Eishockeyliebhabern war die Donauparkhalle wegen ihrer Akustik beliebt, ihre Betonpfeiler erschwerten jedoch mitunter das Zusehen. Sie fasste etwa 3.300 Besucher.

 

Pressemeldungen Gemeinde Wien

Quelle: WIEN.GV.AT

27.8.1968: Wien erwartet für heute neuen Ansturm von CS-Touristen

Obwohl auch in Graz und Mureck Quartiere für rückkehrende CSSR-Bürger eingerichtet wurden, fahren diese allerdings lieber nach Wien weiter. Der Wiener Stadtsenat hat heute für die notwendigen Hilfsmaßnahmen einen ersten Teilbetrag von 500.000 Schilling zur Verfügung gestellt.
Aus dem heute vorgelegten Situationsbericht geht hervor, dass bis gestern Abend 3.500 CS-Touristen in Wien betreut wurden. Mit Stand heute früh wohnen in 21 verschiedenen Notquartieren ungefähr 2.000 Personen. Ungefähr 200 Touristen reisen im Tagesdurchschnitt ab, doch kommen immer wieder neue rückflutende Urlauber dazu.
Folgende Notquartiere stehen bereit oder werden derzeit eingerichtet: Das Schulgebäude in der Schulgasse in Währing, die Räume des ehemaligen Magistratischen Bezirksamtes in der Preßgasse und die Eishalle im Donaupark. Der Fassungsraum dieser Halle wurde heute auf 400 Übernachtungsplätze erweitert. Ferner hat die Wiener Stadthalle die B-Halle zur Verfügung gestellt, wodurch weitere 600 Plätze gewonnen werden konnten.
Vom Aktionskomitee CSSR-Hilfe wurde veranlasst, dass jeder CS-Tourist einen Betreuungspass bekommt. Mit diesem Betreuungspass können die CS-Gäste bei der WÖK essen, erhalten wenn notwendig Spitalsbetreuung und können kostenlos die städtischen Brausebäder benützen.

 

2.12.1968: Zehntausendstes Eislaufkind in der Donauparkhalle

Die von der Stadt Wien Anfang November gestartete Aktion "Sportplatz der offenen Tür" erfreut sich überaus starker Beliebtheit. So konnte im Rahmen des kostenlosen Trainingsbetriebes in der Eishalle der Donauparkhalle das zehntausendste Kind begrüßt werden.

 

26.3.1973: Stadt Wien erhielt Auszeichnung für vorbildliche Jugendsportaktion

Mit einer Auszeichnung, die alljährlich vom VSSOE (Verband der Sportartikelhändler und Sportausstatter Österreichs) vergeben wird, wurde heuer die Stadt Wien bedacht: Sie erhielt diese Auszeichnung für ihre als vorbildlich angesehene Aktion "Jugendeislaufen in der Donauparkhalle".
Damit wurde bereits zum zweiten Male eine Jugendsportaktion der Stadt Wien öffentlich gewürdigt. Im Jahre 1969 wurde die Einrichtung "Sportplätze der offenen Tür" mit dem gleichen Preis ausgezeichnet.

 

Seltene Fotos

Quelle TU Wien

Donauparkhalle innen TU Wien

 

Eishockeypremiere in der Donauparkhalle

Description: Vor nicht allzu langer Zeit noch Ausstellungsgebäude, heute Kunsteishalle. Die Donauparkhalle ist auf dem besten Weg ein Zentrum des Eissports zu werden. Eishockeypremiere mit dem Bundesligameisterschaftsspiel WEV gegen den Innsbrucker EV. Frau Stadtrat Sandtner hat sich zum Eröffnungsspiel eingefunden, sie betont, dass die Halle dem Programm der Stadt Wien entspricht, den Sport zu fördern. Und da wird zum ersten Mal die Scheibe über das Eis geführt, zunächst gegen das Tor der Innsbrucker. Aber schon entwickelt sich ein Gegenangriff, die Gäste aus Tirol fühlen sich in der neuen Halle wie zu Hause. 2.000 Zuschauer, die gerne einen Wiener Sieg gesehen hätten, anerkennen neidlos, dass der IEV eindeutig die bessere Mannschaft ist. Tor für die Innsbrucker, die schliesslich 4:1 gewinnen. In einigen Wochen wird diese Halle Schauplatz von Spielen der Eishockeyweltmeisterschaft sein, die heuer in Wien stattfindet.

Ein ganz seltener Videoclip hier
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