Quelle: wien.gv.at

 

Auf dem Areal des heutigen Rudolf-Krbec-Hofes sind verschiedene Vorgängerbauten nachweisbar. Ecke Schüttauplatz/Mendelssohngasse befand sich von 1909 bis 1986 eine städtische Volksschule. Auf dem benachbarten Grundstück Mendelssohngasse 11 entstand 1888 eine "Kleinkinderbewahranstalt", die 1918 vom Architekten Ernst Epstein zu einer Tagesheimstätte umgebaut wurde. 1968 verkaufte der Verein "SPÖ - Freie Schule Kinderfreunde" die Liegenschaft zur Erweiterung der benachbarten Schule, die Abbruchbewilligung für das einstöckige Gebäude datiert aus dem Jahr 1969.

Die Architektur

Der fünfgeschoßige Rudolf-Krbec-Hof umfasst mehrere aneinandergrenzende Grundstücke. Die lange, gleichförmige Fassade mit ihren eingeschnittenen, quadratischen Fenstern wird lediglich von den weißen, leicht vorspringenden Brüstungen der tiefen Loggien gegliedert. Einzig die Mittelachse des Gebäudes springt hinter die Baulinie zurück. Das farblich abgesetzte, in Blau- und Grautönen gebänderte Erdgeschoß weist tiefe Einschnitte auf, in denen vor allem die Hauszugänge und Garagen situiert sind. Die Loggien an den Gebäudekanten nehmen ein wenig von der Wucht der Wohnanlage, das profilierte Gesims schließt die Hauptfassade nach oben hin gegen das ausgebaute Mansarddach ab.

Der Name

Namensgeber ist Rudolf Krbec, 31.10.1887-29.11.1937. Er war der Schutzbundkommandant von Kaisermühlen. Eine Tafel, die an den Freiheitskämpfer erinnert, ist an der Fassade gegen den Schüttauplatz angebracht.

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