Kaisermühlen Airport – sind die Kaisermühlner jetzt verrückt geworden? _Nein, nicht ganz, so riesig war der „Airport" zwar nicht, aber gleich neben der Reichsbrücke war ein Landeplatz für zivile Wasserflugzeuge von 1923 bis 1924.
Der Grund dafür war unter anderem, dass bei der Reichsbrücke keine Gebühren gezahlt werden mussten.
Landeplatz Reichsbrücke
1924 Landung eines Flugzeuges auf einem Landungsfloß unterhalb der ReichsbrueckeDie erste Landung am Landeplatz Reichsbrücke für Wasserflugzeuge führte am 11. Jänner 1923 eine Junkers F-13 durch. Hauptsächlich benutzt wurde er durch die ungarische Fluglinie Aero-Express. Zwischen 21. April und 31. Dezember 1924 flog von hier aus die OELAG täglich außer Sonntag nach Budapest. Ab dem 7. August 1924 nahm die OELAG außerdem die Route Wien-Reichsbrücke – Linz – Wels – Sankt Wolfgang im Salzkammergut auf.
1924 verlegte man auch die Wasserflugzeuge nach Wien-Reichsbrücke, den hauptsächlich die ungarische Aero-Express anflog. Der Abflug in Wien war pünktlich um 9 Uhr, in Budapest erfolgte der Start jeweils um 8:30 Uhr.
Die Erstlandung bei der Reichsbrücke erfolgte mit einer F-13 mit dem Kennzeichen D-192 am 11. Jänner 1923 durch den damaligen Junkers Chefpiloten Wilhelm Zimmermann, dem ungarischen Hauptmann Maier und Mechaniker Karl Schmid.

Es bestand dort ein Starthaus, das Landungsfloß wurde hierfür vergrößert und verstärkt.
Aber sogar auf der Alten Donau landete am 25. April 1923 eine aus Dessau kommende Junkers F-13 mit Ziel Budapest.

 

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Quellen:

Gemeinde Wien www.wien.gv.at
SEAPLANE PILOTS ASSOCIATION AUSTRIA www.spaa.at