Fuenfer im BluesSicher eine der schillerndsten Figuren aus dem Blues und allen Sehern bestens bekannt, ist der von Gerald Pichowetz genial verkörperte Fünfer. In seinem Glauben eine Straßenbahnlinie zu sein, „fährt“ der Franzi Mayerhofer, so der bürgerliche Name der Figur im Blues als Straßenbahnlinie Fünf durch Kaisermühlen und bringt da einiges durcheinander.

Mit sehr viel Einfühlungsvermögen schildert Hinterberger eine Figur eines Menschen, der einfach ein bisserl anders ist als alle anderen, ab er im Kern eine Seele eines Menschen. Er schildert aber auch die Probleme des Betroffenen als auch seiner Schwester im Alltag. Im
Gegensatz zu T. Spira bleibt Hinterberger aber dem Herz der meisten Kaisermühlner näher und vergisst deren weichen Kern nicht, so lästern die Leute zwar immer ein bisserl über den Fünfer aber wenn es ernst wird schützen sie ihren Mitbürger durchaus vor Übergriffen. So hat es in Kaisermühlen einen ebenfalls geistig ein wenig zurückgebliebenen Bäckerssohn gegeben, den alle gut leiden mochten, der aber, wenn er Semmeln und Gebäck ausführte, immer mit seinem Fahrrad durch Kaisermühlen düste und dabei voller Freude das Geräusch eines Motorrades nachmachte. Bleiben wir hier in der Geschichte bei seinem Vornamen, dem Pauli.
Gefragt wie es ihm geht hat er immer davon geträumt zum nächsten Geburtstag die „große Jawa“ zu bekommen, also ein echtes Motorrad, welches ihm aber Zeit seines Lebens verwehrt blieb. Viele Kaisermühlner vermuten schon ewig, dass Pauli das Vorbild Hinterbergers für den Fünfer gewesen ist. Es gab da aber auch noch den Straßenbahner Ernstl, der sicher auch eine Rolle gespielt hat. Vermutlich war der Fünfer eine Mischung aus dem Sechser und dem "Ernstl".

Wer fragt nach unsDas war aber nicht so, vielleicht hat es aber sehr wohl Erinnerungen in ihm wach gerufen an eine Person, die er aus seiner frühesten Kindheit kannte. Dieser Person widmet Ernst Hinterberger im 1975 erschienen Buch „Wer fragt nach uns – Geschichten von kleinen Leuten,
armen Hunden und Außenseitern“ ein eigenes Kapitel – Der Sechser.

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