1518 ernst hinterberger c ludwig schedlErnst Leopold Hinterberger (* 17. Oktober 1931 in Wien; † 14. Mai 2012 ebenda) hat zwar zeitlebens in Margareten - im fünften Hieb - gelebt, aber doch eine starke Beziehung zu Kaisermühlen gehabt. Nicht nur, dass er oft im Gänsehäufel und danach auf ein Eis beim Trento war, er hat auch zu unserer Geschichte wesentliches mit dem Blues beigetragen.

Sein Leben

(Quelle: Wikipedia)

Ernst Hinterberger, der sieben Jahre alt war, als sein Vater starb, war gelernter Elektriker. 1950 begann er in der Polizeischule Wien eine Ausbildung zum Sicherheitswachebeamten, die er 1952 jedoch aufgrund einer überraschend eingetretenen Sehschwäche vorzeitig abbrechen musste. Danach arbeitete er zuerst als Hilfsarbeiter. 1958 heiratete er und besuchte die Büchereischule der Gemeinde Wien, anschließend arbeitete er zehn Jahre lang als Büchereileiter in Volksbildungshäusern. Nach Schließung dieser Büchereien im Jahr 1968 war er bis zu seiner Pensionierung 1991 als Expedient in einer Fabrik tätig.

Zur Literatur fand Ernst Hinterberger in den 1950er Jahren über den bayerischen Autor Oskar Maria Graf.

Hinterberger lebte seit ca. 1954 in einer 44-Quadratmeter-Gemeindewohnung am Wiener Margaretengürtel (5. Bezirk). Dieser Bau wurde am 24. September 2013 auch nach ihm benannt und heißt seither „Ernst-Hinterberger-Hof". Seine erste Ehefrau, Margarete („Gerti"), starb im Jahr 2001 neun Monate vor der Veröffentlichung seines Buches Ein Abschied. Lebenserinnerungen. (2002). In zweiter Ehe war Hinterberger mit Karla verheiratet,[4] mit der er seit 2004 zusammenlebte.

Der praktizierende Buddhist Ernst Hinterberger verstarb am 14. Mai 2012 im Krankenhaus Hietzing. Am 12. Juni 2012 wurde seine Urne in einem ehrenhalber gewidmeten Grab im Ehrenhain (Gruppe 40, Nr. 184) des Wiener Zentralfriedhofs beigesetzt.

Literatur

Neben dem Mundl, der eigentlich als Roman "Salz der Erde" entstanden ist und der Mundl im Film eigentlich nur wenig mit der genialen unsympathischen Romanfigur und den eigentlich wunderbaren zeitgeschichtlichen Millieuschilderungen zu tun hat, hat Hinterberger eben auch den "Blues" und den Trautmann als sehr bekannte Werke verfasst.

Er hat aber auch ganz andere - stille - dafür umso beeindruckendere Werke wie z.B. "Kleine Leute" geschrieben, das jedem als Geschichtsunterricht der Zwischenkriegszeit ans Herz gelegt sei. Dank dem Echo Verlag gab es auch viele Bücher neu aufgelegt, die jahrelang völlig vergriffen waren.

Artikel zu Hinterberger

Nachstehend einige Zeitungsartikel zu Ernst Hinterberger, nur eine auswahl ohne Anspruch auf Vollständigkeit

Portrait im Falter erschienen

Artikel aus der dbz - 1. Teil

Artikel aus der dbz - 2. Teil

Nachruf in der dbz